2 – Aufbruch ins Industriezeitalter

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Ansiedlung von industriellen Unternehmen durch den Bau der Ostbahn gefördert. Die wichtigste Gründung in dieser Zeit war das moderne Eisenwalzwerk Maximilianshütte in Haidhof, das wenig später in Sulzbach-Rosenberg einen zweiten, bald noch bedeutsameren Standort erhielt. Hier wurde ein Großteil der für den Eisenbahnbau benötigten Schienen samt Zubehör gefertigt. Amberg entwickelte sich in dieser Zeit dank der Emailwarenfabrik der Gebrüder Baumann aber auch wegen der Gewehrfabrik und weiterer kleiner Fabriken zu einem Industriestandort. Industrielle Unternehmen entstanden beispielsweise auch in Weiden mit den Porzellanfabriken Seltmann und Bauscher und in Neumarkt, wo sich die Express-Fahrradwerke aus einer Herdfabrik entwickelte. In ländlichen Standorten gründeten sich kleine Werkstätten, die heute weltweit bekannte Firmen sind, wie die Maschinenbaufirma Hamm AG in Tirschenreuth. In Regensburg siedelten sich die ersten kleinen Fabriken auch aufgrund der Lage an der Donau und des immer wichtiger werdenden Donauhafens an.